26.12.2013 Monument Valley

Ich muss mal. Dringend. Aber es ist so kalt. Ich drehe mich um und um. Schiebe Eisschollen vom Schlafsack. Ziehe mir das Kopfteil des zweiten Schlafsack über meine Pudelmütze und die Kapuze meiner Daunenjacke. So ist es auszuhalten. Aber jetzt raus aus dem Dachzelt? Dann brauche ich bestimmt wieder eine Stunde, bis das Zittern vorbei ist. Also lieber noch mal umdrehen. Ein paar Stunden lang.
Irgendwann wird es dämmrig. Die Sonne braucht zwar noch mindestens eine Stunde, bis sie es über die Felsen schafft, aber ich beschließe, jetzt doch aufzustehen. Das Dachzelt ist innen komplett mit einer Eisschicht überzogen.
Kaffee kochen: Erstmal Wasser aus den Restrooms holen, denn unser Kanister ist komplett gefroren. Während es heiß wird, bekommt der Kaffeedrücker ein Tauchbad, denn auch er ist eingefroren. Danach Spülwasser aufsetzen, gestern Abend war es uns zu kalt für den Abwasch. Jetzt eigentlich auch, aber hilft ja nichts.
Zwischendurch fährt der Ranger über den Campingplatz und kontrolliert, ob sich jeder ordentlich eingecheckt hat. Außer uns gibt es nur wenige Gäste. Ein großer Camper (die haben bestimmt offenen Kamin und Whirlpool an Bord) und tatsächlich zwei Parteien mit Bodenzelt. Die schauen auch nicht glücklich aus der Wäsche. Es ist nicht gerade Saison hier, aber das macht es auch so reizvoll. Abgesehen von der Kälte 🙂

Nach zwei Stunden Fahrt sieht meine Wasserflasche auf dem Armaturenbrett noch immer so aus:

Eiswasser

Wir sind unterwegs zum Monument Valley. Die Landschaft, die wir durchqueren, ist selbst wie ein einziger Nationalpark. Keine Ortschaften, stundenlang keine Autos, wäre das Ganze nicht asphaltiert, käme man sich weit abgeschieden in der Wildnis vor.

Wir überqueren den Colorado River, wo er in den Lake Powell mündet.
Colorado River

 

Das Monument Valley im Nachmittagslicht.

Monument Valley 1Monument Valley 2Monument Valley 3
Monument Valley 4Angela Volkner

Nach der letzten Nacht gönnen wir uns ein Hotel.

25.12.2013 Capitol Reef National Park

Auf dem Weg zum Capitol Reef National Park:

Weg zum Capitol Reef

Der Capitol Reef National Park galt lange als einer der best gehütetsten Geheimnisse Utahs. Er ist touristisch viel weniger frequentiert, als andere Parks und beeindruckt durch vielfältige und sehr farbenfrohe Sandsteinformationen. Die Paiute-Indianer nannten die Region „das Land des schlafenden Regenbogens“.

Capitol Reef

Wir sind begeistert von den Fahrten auf kleinen Pisten durch enge vereiste Schluchten.
Unser Campground liegt gleich neben einer alten Homestead und wir hoffen, dass die Pioniere damals genauso wärmende Morgensonne liebten, wie wir.
Der Abend ist kurz. Feuerholz darf man hier nirgends sammeln, zum Glück hat Jürgen noch ein gekauftes Bündel dabei. Es gibt gegrillten Bison, äußerst lecker, dann „checkt“ Jürgen um 18.30 Uhr wegen der Kälte aus. Bernd und ich halten noch eine Stunde länger durch.

Camp Capitol Reef

24.12.2013 Bryce Canyon

Merry Christmas!

Merry Christmas

Wir sind im Bryce Canyon und haben es tatsächlich auf das Colorado Plateau geschafft. Hier ist es noch kälter, als vorher, und fast noch schöner.

Bryce Canyon 3
Bryce Canyon
Bryce Canyon 2

Für heute Nacht sind -12 °C angesagt, wir haben uns den Campsite angeschaut und beschlossen, dass wir die Feuerstelle nicht freischaufeln wollen, sondern gepflegt ins Hotel gehen.

Merry Christmas 2